Pressemitteilung zu den Aktivitiäten nach der Räumung – Spontandemonstration und Repression

Am Montag, 19. Juni 2017, wurde “Unsere Villa” geräumt. Durch massives Polizeiaufgebot wurde die Instandsetzung unterbrochen, um das Privateigentum der Universität und den erneuten Leerstand gewaltsam durchzusetzen.

Dabei wurden zahlreiche Personalien aufgenommen, auch von Personen, die sich mit den Besetzer*innen solidarisch erklärten oder aufgrund ihres Aussehens für Verdächtig gehalten wurden. Dazu ein Nachbar: „Am Anfang waren wir schon verunsichert von den zahlreichen Einsatzwagen. Aber dann haben wir beschlossen: Wir lassen uns nicht abschrecken von dem Auftreten der Polizisten. Schließlich haben wir unsere neuen Nachbar*innen mittlerweile ins Herz geschlossen.“

Entsprechend ließen es sich ca. 80 Personen nicht nehmen, den Versuch zu wagen, auf der Pressekonferenz der Universität in erneuten Dialog zu treten. Diese wurde jedoch durch zahlreiche Polizist*innen vor basisdemokratischen Interventionen abgeriegelt. Das Präsidium bestieg nach der Pressekonferenz, an der vier Journalist*innen teilnahmen, ein gut gesichertes Auto, um jegliche Gespräche zu vermeiden.

Als einige Aktivist*innen den Abtransport verhindern wollten, wendeten die Polizeibeamten Gewalt an. „Das schmälert nicht unsere Entschlossenheit, uns weiter für ein soziales Zentrum einzusetzen”, so Yasemin Schneider. „Der heutige Tag ist kein Ende, dies ist ein Anfang.“

Dies zeigte sich bereits einen Tag später am Dienstag, 20. Juni 2017. Wegen der Räumung des sozialen Zentrums “Unsere Villa” riefen die Aktivist*innen auf, um 18 Uhr auf den Friedrichsplatz in Kassel zu kommen.

Vor Ort entstand spontan eine Demonstration, auf der 300 Menschen die Forderung nach einem sozialen Zentrum in Kassel lautstark und entschlossen auf die Straße trugen. Eine Aktivistin begründet, warum sie an der spontanen Demonstration teilgenommen hat: “Die Erklärungen der Universitätsleitung die Villa zu räumen sind fadenscheinig und schlecht. Denken sie wirklich sie hätten nichts mit der Stadtentwicklung in Nordstadt und Wesertor zu tun? Ich hoffe sie nehmen wenigstens die Strafanzeigen gegen die Besetzer und Besetzerinnen zurück!”

Auf einem Schild der Demo war zu lesen: “Villen gibt es Viele…” Es ist also davon auszugehen, dass die Forderung nach einem sozialen Zentrum in Kassel so schnell nicht abflauen wird.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne.

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