Solidarität mit den Besetzer*Innen von Unsere Villa (Linksjugend Solid)

Die Basisgruppe der Linksjugend [‘solid] im Landkreis Kassel erklärt den Besetzer*Innen von UnsereVilla, die seit dem 3. Juni in der Villa Rühl ein basisdemokratisches, selbstverwaltetes soziales Zentrum aufbauen, ihre Solidarität.

Eure Initiative und Euer mutiges Streben haben uns beeindruckt und inspiriert. In Zeiten eines Verdrängungswettbewerbs auf dem Wohnungsmarkt, der es einkommensschwächeren Mitbürger_Innen unmöglich macht steigende Mieten zu bewältigen oder gar überhaupt erst bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist Euer Projekt ein wichtiger Fingerzeig. Während die politischen Eliten in dieser Thematik komplett versagen, treiben sie die Zerschlagung von bunten, vielfältigen Bezirken in den Stadtzentren auch noch durch eine Kürzungspolitik für Kunst, Kultur und Freiräume weiter voran.

Wir plädieren an die Universität Kassel dem Projekt „Unsere Villa“ die dauerhafte Nutzung der seit langer Zeit nicht genutzten Villa zu gestatten. Wir verweisen hierzu auch auf Artikel 14 des Grundgesetzes:

„(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Wir hoffen inständig auf ein besonnenes und weitsichtiges Agieren der Universität Kassel. Eine gewaltsame Räumung und eine provozierte Eskalation darf keine Option sein. Die Universität Kassel ist durch Ihre Ausdehnung einer der Gründe für steigende Mieten und mangelnden Wohnraum. Nun hat sie Gelegenheit Freiraum für ALLE zu schaffen. Herr Unipräsident Fromm, nutzen Sie diese Chance!

Wir wünschen uns, dass Unsere Villa auch Strahlkraft auf den Landkreis Kassel hat. In ländlichen Gebieten werden aufgrund der chronischen Unterfinanzierung vieler Kommunen kulturelle, soziale oder selbstverwaltete Zentren wie Jugendräume meist als erstes eingestampft.

Leerstand ist angesichts der Raum-und Wohnungsnot jedenfalls ein Skandal. Wo kein Platz ist für selbstorganisierende Gruppen, dort muss welcher geschaffen werden.

Um es kurz zu machen: Wir wünschen Euch weiterhin viel Stärke und Durchhaltevermögen. Selbstverständlich sind wir bereit euch bei weiteren Aktionen zu helfen und zu unterstützen.

If nothing goes rigt, go left!

Solidarische Grüße

Nachtrag: Der Vorstand von
DIE LINKE. Kassel-Land schließt
sich dieser Erklärung an.

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