Besetzer*innen reagieren auf Strafanzeige

Die Universität Kassel hat Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gegen die Besetzer*innen der Mönchebergstraße 42 gestellt. Somit droht sie mit einer gewaltsamen Räumung des Projekts “Unsere Villa”. Mitgeteilt hat sie dies am Freitag, 9. Juni, über “Kassel Live”.

Die ehemalige Villa Rühl stand jahrelang leer und ist seit knapp einer Woche wieder mit Leben gefüllt: Es gab Vorträge, Workshops, Konzerte, ein Café für Nachbar*innen und Küche für alle – all das in einem nicht-kommerziellen und selbstorganisierten Rahmen. “Wir sind ein Zusammenschluss von Menschen, die friedlich versuchen, einen Ort zu schaffen für Kultur, soziale Begegnung und politische Arbeit in Kassel”, so eine Aktivistin. Die angedrohte Räumung gefährdet dieses emanzipatorische Projekt und damit einen langfristigen Freiraum mit seinen vielfältigen Möglichkeiten.

Mit der Strafanzeige gegen die Besetzer*innen der Villa Rühl verhindert und kriminalisiert die Universität Kassel soziales Engagement, das eigentlich in ihrem Sinne sein sollte. Damit trägt sie im Falle einer Räumung die Verantwortung für Gewaltanwendung gegen die Aktivist*innen – teilweise gegen ihre eigenen Studierenden.

Die Besetzer*innen fordern deshalb von der Universität Kassel, ihre Anzeige zurückzuziehen.

One Reply to “Besetzer*innen reagieren auf Strafanzeige”

  1. Mit der Strafanzeige kriminalisiert die Uni nicht soziales Engagement. Sie setzt lediglich ihr Hausrecht durch und bringt eine Straftat zur Anzeige. Das muss man nicht gut finden, aber man braucht daraus auch nicht solche Unterstellungen ableiten.

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